Nordafrika

Samstag, 18. Februar 2012

Libyen: Aufstandsbeginn vor einem Jahr – Drehbuch einer "humanitären Intervention"

Artikel in: junge Welt, 18.2.2012

Hier der Beitrag, der heute (leicht gekürzt) auf der Schwerpunkt-Seite der jungen Welt erschien – aufgeteilt in drei Artikel:
  • Bewaffneter Aufstand in Libyen: Proteste gegen Ghaddafi waren von Anfang an von Gewalt begleitet
  • Inszenierungen: Gezielte Propaganda aus Katar. In entscheidenden Momenten sorgte Al-Dschasira für die nötigen Nachrichten
  • Hintergrund: Wie eine humanitäre Intervention vorbereitet wird - ohne Prüfung nahmen Menschenrechtsgruppen, UN-Menschenrechts- und Sicherheitsrat haltlose Vorwürfe libyscher Regierungsgegner
 
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Sonntag, 12. Februar 2012

Libyen - Fathi Buzakhar: "Viele von uns sind der Ansicht, dass uns die Revolution verraten hat"

Im folgenden die Übersetzung eines Interviews mit einem Führer libyscher Amazigh (Eigename der Berber) der, sich dem Aufstand gegen die libysche Regierung angeschlossen hat, aus der baskischen Zeitung Argia.

Fathi Buzakhar: "Viele von uns sind der Ansicht, dass uns die Revolution verraten hat"
Karlos Zurutuza,
Argia 2011-12-18
http://www.argia.com/argia-astekaria/2303/fathi-buzakhar
Übersetzung aus dem Baskischen Silvie Strauß

Herr Buzakhar empfängt uns an einem Freitag in seinem Haus in Tripolis. Der Amazigh-Führer erzählt, dass er sich nur an Festtagen so elegant anzieht. Wir fragen ihn, ob das die traditionelle Kleidung der Amazigh ist. "Nein, das ist die Kleidung aller Libyer", erwidert er uns. Die Amazigh haben also nicht ihre eigene traditionelle Kleidung? "Doch, natürlich, die Sache ist die, dass alle Libyer Amazigh sind, auch wenn es viele noch nicht wissen."
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Montag, 6. Februar 2012

Interviews zu Libyen

Im Dezember war ich auf drei von der Solidar-Werkstatt in Östereich organisierten Veranstaltungen zum Thema „Warum wurde Libyen bombardiert“

In der Zeitung der Solidar-Werkstatt erschien nun auch ein Interview dazu: Libyen: "Gesundes Misstrauen", WERKSTATT-Blatt 4/2011
 
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Samstag, 21. Januar 2012

NATO-Bomben als »exzellente Investition« - Ossietzky

Artikel in: Ossietzky 1/2012

Nach der Ermordung des bisherigen libyschen Staatsoberhaupts Muammar al-Gaddafi erklärte die NATO den militärischen Job für erledigt. In den Hauptstädten der Kriegsallianz feierte man überschwenglich den Sieg. NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen bezeichnete den Krieg als »eine der erfolgreichsten Missionen« des Bündnisses. Der »Schutz der Zivilbevölkerung« kann dabei allerdings nicht als Erfolgsmaßstab gedient haben. Ersten Schätzungen zufolge haben ungefähr 50.000 Libyer die »Operation vereinigte Beschützer« nicht überlebt. Mit der Liquidierung des alten Feindes und der Beseitigung des von ihm geschaffenen Systems der Dschamahirija (»Volksherrschaft«) hat das Kriegsbündnis sich jedoch den Weg zu den libyschen Ressourcen freigeräumt.
 
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Sonntag, 11. Dezember 2011

Warum Libyen bombardiert wurde - Vorträge

Anfang Dezember war ich auf Einladung der österreichischen Solidar-Werkstatt zu mehren Veranstaltungen in Oberösterreich.

Am 1. Dez. 2012 wurde ein Gespräch zur Frage "Warum Libyen bombardiert wurde" in Linz vom lokalen Fernsehsender "dorf.tv" übertragen (dorf=der offene Rundfunk). Im Anschluß stellte die Solidarwerkstatt noch ihre Anklageschrift gegen die NATO-Kriegsverbrecher vor. Man kann sich das ganze noch als Video ansehen oder bei Radio FRO anhören.
 
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Freitag, 18. November 2011

Luigi Ambrosi: Geostrategische Anmerkungen zur Besetzung Libyens

Die folgenden „geostrategische Anmerkungen“ des italienischen Historikers zur Besetzung Libyens Luigi Ambrosi wurden von Bernd Duschner übersetzt. Auch wenn sie nicht alle überzeugend sind, so bieten sie doch interessante Denkanstöße.
 
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Dienstag, 15. November 2011

NATO-Bomben auf Libyen: "Exzellente Investition"

„Die NATO beende möglicherweise seine Operationen in Libyen, die Präsenz des Westens ist aber noch lange nicht zu Ende, wobei nun die großen Konzerne die Kampfflugzeuge ersetzen“, so beginnt die Londoner Journalistin Laura Smith einen Filmbeitrag für Russia Today. „Die Länder, die den ölreichen Staat zusammenbombten, erhalten nun lukrative Aufträge es wieder aufzubauen.“ (Laura Smith, Make money, make war: UK profits from Libya mess, RT, 11.11.2011)
 
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Montag, 31. Oktober 2011

Super Bilanz: NATO feiert "erfolgreichste Mission"

Nach der Ermordung Gaddafis hat die NATO erklärt, der militärische Job sei getan. NATO -Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen erklärte am Donnerstag in Berlin „Das war wohl eine der erfolgreichsten Missionen in der Geschichte der Nato“. Die meisten Medien sind gleichfalls hoch zufrieden und verweisen sicherheitshalber noch einmal darauf, dass der Sicherheitsrat mit Resolution 1973 den Militäreinsatz in Libyen erlaubte.

Die positive Bilanz, die sich die NATO selbst ausstellt, wird nicht hinterfragt.
 
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Freitag, 28. Oktober 2011

Libyen nach dem NATO-Mord an Gaddafi

Die Art und Weise der Ermordung des libyschen Revolutionsführers Muammar al-Gaddafi ist exemplarisch für den ganzen Krieg und unterstreicht einmal mehr dessen verbrecherischen Charakter. Der Jubel westlicher Politiker und Medien über seinen Tod zeugt nicht nur von deren rapiden zivilisatorischer Verfall, sondern auch von der Unfähigkeit aus früheren Untaten zu lernen. In Afghanistan und im Irak ging der Widerstand nach dem anfänglichen Sieg der Aggressoren erst richtig los. Die aktuellen Siegesfeiern dürften sich daher sehr schnell als genauso verfrüht erweisen, wie George W. Bushs „Mission accomplished“ im Mai 2003. (»» Druckversion als PDF)
 
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Donnerstag, 27. Oktober 2011

BBC: Gaddafis Heimatstadt wurde ins finstere Mittelalter zurückgebombt

Sirte residents return to find their homes destroyed

One of Libya's most modern towns, Sirte has been blasted to smithereens. (BBC News)

Wenige westliche Journalisten fanden den Weg nach Sirte. Wer sie sich nach der Eroberung durch die NATO und ihre Verbündeten ansah ist erschüttert. So auch der BBC-Reporter Wyre Davies, der anschließend berichtete, "Gaddafis Heimatstadt Sirte wurde ins finstere Mittelalter gebombt. (Gaddafi's home town Sirte blasted into the Dark Ages, BBC 26 October 2011)

Offensichtlich wurde an dieser Stadt ein Exempel statuiert, genauso wie im Irak an Falludscha.

Davies hatte die meiste seiner Zeit im letzten Monat in der Stadt, die in den letzten 10, 20 Jahren zu einer sehr modernen Stadt entwickelt hatte.

Bewohner, die vor der massiven Bombardierung flüchteten müssen nun bei ihrer Rückkehr feststellen, dass ihre Häuser nicht mehr bewohnbar sind. "Jedes einzelne Gebäude hier [im Zentrum] weist ehebliche Schäden durch Bomben, Raketen und Kugeln auf.
 
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