Nationaler Taumel - Nein Danke
Deutschlandfahnen überall, Autocorsos, Nationalhymne … der durch "Public Viewing" und stundenlange Jubelkommentare in Funk und Fernsehen massiv gehypte nationalistische Taumel ist mehr als nur nervtötend.
Natürlich ist nicht jede/r, der/die schwarz-rot-gold beflaggt durch die Gegend läuft, ein ausgewiesener Nationalist oder Chauvinist. Und vermutlich steht bei den meisten tatsächlich der Spaß, der "Eventcharakter" im Vordergrund. Und vielleicht hat "das gemeinschaftliche Ziehen zum Versammlungsort, die Gesänge" tatsächlich etwas von "Wallfahrts-Prozessionen", wie der Sportsoziologe Robert Gugutzer mutmaßt.
Gegen "Fußballfeste" ist nichts einzuwenden. Doch warum einheitlich in schwarz-rot-gelb und alle nur hinter einer einzigen Mannschaft?
Wenn Hunderttausende nun in schwarz-rot-gelb zusammenströmen, ihre Wohnungen und Autos beflaggen, ihre Körper behängen und bemalen, wenn für Massenmedien und weite Teile der Gesellschaft nicht ein deutsches Team hoch bezahlter Profikicker auf dem Platz steht, sondern "Deutschland" spielt, siegt etc.., so ist dies kein harmloser „unverkrampften Patriotismus“ mehr.
„Nationales Zusammengehörigkeitsgefühl und Chauvinismus sind zwei Seiten einer Medaille“ so das Ergebnis diverser Studien (s. z.B. Liebe zum Land – Die Mär vom guten Patrioten, SZ, 16.07.2007 http://www.sueddeutsche.de/wissen/2.220/liebe-zum-land-die-maer-vom-guten-patrioten-1.912131) – vor allem in einem Land mit so ausgeprägtem imperialistischem Charakter und tief verankernder chauvinistischer Tradition wie Deutschland, nicht geben.
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Natürlich ist nicht jede/r, der/die schwarz-rot-gold beflaggt durch die Gegend läuft, ein ausgewiesener Nationalist oder Chauvinist. Und vermutlich steht bei den meisten tatsächlich der Spaß, der "Eventcharakter" im Vordergrund. Und vielleicht hat "das gemeinschaftliche Ziehen zum Versammlungsort, die Gesänge" tatsächlich etwas von "Wallfahrts-Prozessionen", wie der Sportsoziologe Robert Gugutzer mutmaßt.
Gegen "Fußballfeste" ist nichts einzuwenden. Doch warum einheitlich in schwarz-rot-gelb und alle nur hinter einer einzigen Mannschaft?
Wenn Hunderttausende nun in schwarz-rot-gelb zusammenströmen, ihre Wohnungen und Autos beflaggen, ihre Körper behängen und bemalen, wenn für Massenmedien und weite Teile der Gesellschaft nicht ein deutsches Team hoch bezahlter Profikicker auf dem Platz steht, sondern "Deutschland" spielt, siegt etc.., so ist dies kein harmloser „unverkrampften Patriotismus“ mehr.
„Nationales Zusammengehörigkeitsgefühl und Chauvinismus sind zwei Seiten einer Medaille“ so das Ergebnis diverser Studien (s. z.B. Liebe zum Land – Die Mär vom guten Patrioten, SZ, 16.07.2007 http://www.sueddeutsche.de/wissen/2.220/liebe-zum-land-die-maer-vom-guten-patrioten-1.912131) – vor allem in einem Land mit so ausgeprägtem imperialistischem Charakter und tief verankernder chauvinistischer Tradition wie Deutschland, nicht geben.
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JGuilliard - 5. Jul, 00:49

