Kennzeichnung von Waren aus illegalen israelischen Siedlungen in britischen Supermärkten

Die britische Regierung hat die Supermärkte des Landes angewiesen, Lebensmittel, die aus jüdischen Siedlungen in Ost-Jerusalem und dem Westjordanland stammen, gesondert zu kennzeichnen. Die Verpackungen sollen die Aufschrift "Produkt aus israelischer Siedlung" tragen.
(UK issues new guidance on labelling of food from illegal West Bank settlements, The Guardian, 10.12.2009)

Dies ist eine gute, faire Sache, die auch für deutsche Supermärkte gelten sollte. Um solchen Ansinnen vorzubeugen, hat Der Spiegel seinem Bericht dazu gleich einen anderen Beigeschmack gegeben: "Supermärkte kennzeichnen 'jüdische' Produkte" lautet seine Schlagzeile.
 
Weiter heißt es:
Sonderlabel für Lebensmittel aus jüdischen Siedlungen: In britischen Supermärkten sollen Produkte aus der von Israel besetzten Westbank extra gekennzeichnet werden. Palästinenserverbände jubeln, die Regierung in Jerusalem fürchtet einen Boykott.
Ich habe ihnen darauf, den folgenden kurzen Kommentar zugesandt:
Sehr geehrte Damen und Herren,

schon die Überschrift ist tendenziös verzerrend.

Es sollen nicht "jüdische" Produkte gekennzeichnet werden, sondern Produkte aus den illegalen Siedlungen. Da sie auf geraubtem Boden hergestellt werden, handelt es sich dabei um Ware, die man durchaus auch als Hehlerware bezeichnen könnte. Mit der Religion der Produzenten hat das nichts zu tun.

Solche Ware nicht zu kaufen ist daher auch kein Boykott im eigentlichen Sinn. Höchstens man würde die Weigerung Diebesgut, Schmuggelware etc. zu kaufen, als Boykott bezeichnen.

MfG, Joachim Guilliard

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