Freitag, 10. Mai 2013

Gezielte Zerstörung - Zehn Jahre Krieg der USA im Irak

Artikels in junge Welt, 29.04.2013 / Thema / Seite 10 (ungekürzte und mit Quellenangaben versehene Version)

Analyse. Zehn Jahre Krieg der USA im Irak: der Staat wurde zerschlagen, die Wirtschaft ruiniert, die Gesellschaft fragmentiert und die nationale Kultur liquidiert

„Tatsächlich wurde das Leben wie ein Film in Zeitlupe, bei dem am Ende jeder stirbt.“
Majeed U. Jadwe, Professor für englische Literatur an der Anbar Universität in Ramadi

Pure Machtdemonstration: Am 1. Mai 2003 erklärte US-Prä
Pure Machtdemonstration: Am 1. Mai 2003 erklärte US-Präsident George W. Bush vom Flugzeugträger USS »Abraham Lincoln« aus den Krieg gegen Irak für beendet -- Foto: REUTERS/Larry Downing
Am 1. Mai 2003 hatte US-Präsident George W. Bush seinen großen Auftritt: Er landete vor laufenden Kameras bei untergehender Sonne auf dem Flugzeugträger USS Abraham Lincoln und erklärte die seit dem 20. März andauernden Kampfhandlungen im Irak für beendet. „Mission accomplished – Mission erfüllt” stand auf einem riesigen Transparent im Hintergrund. Es war eine grandiose Fehleinschätzung. Ein Jahr später fielen mehr US-Soldaten monatlich im Kampf als während der gesamten sechswöchigen Invasion und als die USA Ende 2011 ihre regulären Truppen aufgrund des immer breiteren Widerstands gegen ihre Präsenz abziehen mussten hatten sie kaum eines ihrer Kriegsziele erreicht. Doch auch den Irakern stand an diesem 1. Mai 2003 – nach sechs Wochen Bombardement und Bodenkrieg, der ihr Land nach dem sogenannten Ersten Golfkrieg 1990/91 zum zweiten Mal verwüstete – die schlimmste Zeit erst noch bevor. In den folgenden 10 Jahren wurden weit über eine Million Iraker getötet, mehr als vier Millionen vertrieben, der Staat zerschlagen, die Wirtschaft ruiniert und die Gesellschaft fragmentiert.
 
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Donnerstag, 9. Mai 2013

Berliner Runde - Solidarität mit Syrien gegen Krieg und NATO – Intervention

Von meinen Vortrag auf der Berliner Runde – “Freidenker im Gespräch” zum Thema "Solidarität mit Syrien – gegen Krieg und NATO-Intervention" am Sonnabend, den 13. April 2013 um 16 Uhr im Klub der Volkssolidarität gibt es zwei Videoaufnahmen:
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Mittwoch, 24. April 2013

Irak – 10 Jahre nach der Invasion

erschien leicht gekürzt als IMI-Analyse 2013/07 in: AUSDRUCK April 2013 (4. April 2013)

Nachwievor ist der Irak ein Land in Trümmern, in dem Repression, Chaos und Gewalt herrschen und Basisdienstleistungen nicht funktionieren. Britische und US-amerikanische Öl-Konzerne breiten ihren Einfluss aus und spitzen die Spannungen zwischen Kurden und Arabern um die ölreichen Gebiete im Norden gefährlich zu.

Der 10. Jahrestag des zweiten Krieges gegen den Irak war in Washington kein Thema, die New York Times sah eine regelrechte „Verschwörung zum Stillschweigen“ zwischen den Politikern beider Parteien. Auch das offizielle Berlin äußerte sich nicht zum Thema. Obwohl die Invasion mit Hunderttausenden Toten und Millionen Vertriebenen eine der schlimmsten und folgenschwersten Aggressionen seit dem Zweiten Weltkrieg war, gab es weder eine Gedenkstunde im Bundestag, wie kurz zuvor zum Jahrestag des Giftgasangriffes auf das kurdische Halabja, noch eine Regierungserklärung dazu.

In den Medien durchbrach der Jahrestag jedoch für einige Tage die Funkstille, die hier seit langem zum Irak herrscht. Der Blick auf den Krieg und die heutige Situation im Irak war zwar durchaus kritisch, aber dennoch kaum weniger oberflächlich und beschönigend wie während der vergangenen 10 Jahre. Es wurde nicht einmal ansatzweise versucht, das wahre Ausmaß des gewaltigen Absturzes der irakischen Gesellschaft zu ermessen.
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Sonntag, 21. April 2013

Ein bißchen Frieden? - Zu Bericht und Interview über die Konferenz »Frieden für Syrien«

Am 13. April fand in Düsseldorf eine Konferenz zur Frage "Syrien: Ist eine politische Lösung des Konflikts möglich?" statt, organisiert von der Initiative "Ja zur Demokratie. Nein zur ausländischen Intervention".

Die Initiative möchte laut ihrem Mission Statement "eine Delegation aus Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens" nach Syrien entsenden, um dort "mit den wichtigsten politischen Akteuren zu sprechen. Damit soll geholfen werden, den Weg für eine politische Lösung des bewaffneten Konflikts zu ebnen, der den Weltfrieden ernsthaft gefährdet und die Existenz Syriens als unabhängiger und souveräner Staat bedroht. "
Auf der Tagung diskutierten Vertreter der Opposition, inkl. Muslimbrüder und Vertreter der Friedensbewegung und der deutschsprachigen Linken über die Themen "Waffenstillstand und Übergangsregierung", "Versöhnung konfessioneller Gruppen" und "Verhandlungen zu einem geopolitischen Kompromiß".

Die junge Welt berichtete und brachte auch ein Interview mit einem der Organisatoren, indem dieser u.a. die syrischen Aufständischen mit der Befreiungsbewegung verglich.

Dies nötigte mich zu folgendem Leserbrief, der am 20.4. leicht gekürzt veröffentlicht wurde:
 
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Montag, 18. März 2013

Zur umstrittenen »Wahrheit über den Giftgasangriff auf die Kurden«

In der jungen Welt vom 16.03.2013 erschien unausgegorener ein Artikel über die Gedenkstunde im Bundestag zum 25. Jahrestag des Giftgasangriffes auf die kurdische Stadt Halabja vor 25 Jahren.

Aus diesem Anlaß dokumentiere ich hier noch einmal einen Beitrag, den ich vor 10 Jahren zu einer Debatte in der junge Welt zum Thema Halabja geschrieben habe und der auch in einigen Diskussionsforum veröffentlicht wurde. Er ist m.E. nach wie vor aktuell.
 
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Mittwoch, 6. Februar 2013

Irak: Kein Ende der Gewalt

Jahresrückblick 2012. Heute: Irak. Weiterhin Instabilität und Machtkämpfe
Ungekürzte und unredigierte Version des gleichnamigen Artikels in junge Welt, 3.1.2013
http://www.jungewelt.de/2013/01-03/001.php

Das neue Jahr begann im Irak wie es endete: mit Anschlagserien, Massenverhaftungen, Folter und Exekutionen. Insgesamt wurden im Januar über 560 politische Gewaltakte registriert, darunter 36 Großangriffe mit einer Vielzahl von Opfern (mass-casualty attacks ). Dies sich setze sich über das Jahr fort und erreichte im Juni seinen Höhepunkt. Auch Mitte Dezember erschütterte eine Serie von Bombenangriffe das Land.[1] Gleichzeitig stehen sich nach Schusswechseln südlich von Kirkuk große Kontingente der irakischen Armee und kurdischer Peshmerga kampfbereit gegenüber. Gefährlich zugespitzt werden die Spannungen hier durch die Absicht des US-Multi Exxon Mobile in Kürze mit Bohrungen auf Ölfeldern zu beginnen, an denen er von der Kurdischen Regionalregierung (KRG) Anteile erworben hat – zu einem großen Teil außerhalb des kurdischen Autonomiegebietes.

Der Irak als Ganzes mag nicht im Bürgerkrieg sein, aber einzelne Städte und Regionen sind es wohl, stellte die Frankfurter Rundschau nach einer Anschlagserie im September zu Recht fest.[2]
 
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Dienstag, 5. Februar 2013

Syrien: Vor erneuter Eskalation

(Langversion eines Artikels für die Zeitschrift der Hamburger LINKEN), 30.12.2012

Als sich der Nahost-Experte des Independent, Patrick Cockburn, der jahrelang ausführlich über den Krieg im Irak berichtete, vor Weihnachten in Syrien umsah, erinnerte ihn vieles an die damalige Eskalation der Kämpfe. Dies sei auch kein Wunder, hatten doch viele Kämpfer der „Freien Syrischen Armee“ zuvor dort gegen die neue, von den Besatzern eingesetzte, schiitisch dominierte Führung gekämpft. Es gebe noch syrische Oppositionelle, die darauf beharren, dass die ursprüngliche demokratische Protestbewegung weiterhin die zentrale Kraft des Aufstands sei. Es gibt jedoch „überwältigende Beweise“, so Cockburn, dass die Bewegung zunehmend in einen sektiererischen islamischen Fundamentalismus abgeglitten ist.
 
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Samstag, 12. Januar 2013

Syrienveranstaltung "Die Gewaltspirale durchbrechen!" in Linz auf Video

Eine Veranstaltung mit mir in Linz wurde aufgezeichnet:

SYRIEN - Die Gewaltspirale durchbrechen!
Fr. 23.11.2012, 19:00h Waltherstraße 15, 4020 Linz
Veranstalter: Solidar-Werkstatt und DIDF.

Eine Video-Aufnahme davon gibt es bei DORF TV (der offene Rundfunk ), Länge: 1:16:30.

Im Vorfeld wurde auch noch ein das folgende Interview mit mir gezeichnet: auf Radio FRO:
Braucht Syrien eine Friedensordnung von außen?"

 
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