Lüko Willms (Gast) - 4. Nov, 05:34

Beide Seiten müssen verlieren, besiegt von der Arbeiterklasse

"Um diesen Krieg zu beenden, muss daher eine Seite gewinnen. Das am wenigsten schlechte Ergebnis wäre, dass die Assad-Regierung die Rebellen besiegt und den Staat erhält. Dafür müssen die syrischen Streitkräfte den östlichen, von Rebellen besetzten Teil von Aleppo zurückzuerobern."

Das ist a-historisch gedacht.

Die entscheidende Kraft, die Arbeiterklasse tritt überhaupt nicht auf in diesem Gemetzel. Nur die kann die verschiedenen bürgerlichen Prätendenten für den kolonialen Statthalter zu einem Waffenstillstand zwingen, und dann selbst die Macht übernehmen.

Das Regime in Damaskus, das ja schon als Lohn-Folteranstalt für die USA tätig war, muß gestürzt werden, und eine Kraft, die wirklich die syrische, oder genauer die gesamte arabische Nation im Kampf gegen den Imperialismus vereinen kann, muß die Macht übernehmen. Das kann nur das Proletariat sein.

Die arabische Nation befindet sich momentan in einem Zustand wie Deutschland im 30-jährigen Krieg: Duodezfürsten kämpfen um die Macht und die verschiedensten imperialistischen Mächte -- von der Türkei über Deutschland und den vorherigen Kolonialmächten England und Frankreich bis zu USA -- intervenieren, um sich ein möglichst großen Stück vom Kuchen zu sichern.

Diese Einmischung zu beenden, ist die Aufgabe der Arbeiterbewegung in den imperialistischen Ländern.

JGuilliard - 4. Nov, 19:11

Ich denke, bis eine solche Kraft in Sicht ist, die "die syrische, oder ... arabische Nation im Kampf gegen den Imperialismus vereinen kann" ist es für die Syrer tatsächlich besser, wenn die Assad-Regierung die Terrorbanden besiegen kann.

Ob das wirklich nur geht, indem die Regierung voll und ganz gewinnt ist eine andere Frage. Ohne äußere Einmischung wäre sicher auch ein Kompromiss mit den Regierungsgegnern möglich die auch Interesse haben, dass das Land nicht volle 30 Jahre Krieg führen.

Ein Sturz Assads hätte die selben Folgen wie der Gaddafis - ich wüßte nicht, wer das verhindern könnte, das syrische Proletariat auf absehbare Zeit sicherlich nicht.

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